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Vorgeschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Heimatvertriebene, vor allem aus dem Sudetenland, in die damals fast ausschließlich evangelische Gemeinde Oberrodach, um neue Wurzeln zu schlagen. Bereits nach kurzer Zeit wuchs der sehnliche Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus, um Gott zu danken und eine Stätte der Ruhe, Besinnung und des Gebetes zu errichten.

Am 9. Mai 1967 wurde in einer öffentlichen Versammlung der Bau einer Kirche zugestimmt und der "Katholische Kirchenbauverein Oberrodach, Klein- und Großvichtach" gegründet. Der Verein unter dem Vorsitz des damaligen Pfarrers von Zeyern, Herrn Geistlichen Rat Lorenz Batz, bestand aus 72 Gründungsmitgliedern. Der finanzielle Grundstein für das Bauvorhaben wurde durch Haussammlungen, auch in den umliegenden Gemeinden, und durch Zuschüsse gelegt.

Der Grundstückskauf wurde von der Katholischen Kirchenstiftung Zeyern bereits am 20. April 1966 vorbereitet. Im Juni 1969 begann das Bauunternehmen Michael Götz und Sohn aus Oberrodach mit den Erdarbeiten; 250 Kubikmeter schwerer Fels mussten abgearbeitet werden. Am 25. Oktober 1969 erfolgte die Grundsteinlegung. Dank zahlreicher Spenden und ungezählter freiwilliger Arbeitsstunden der aktiven Mitglieder des Kirchenbauvereins konnte das Gotteshaus bereits im Herbst 1970 fertig gestellt werden.

Weihbischof Martin Wiesend nahm am 20. September 1970 die feierliche Einweihung der Kirche Heilig Kreuz vor. Das Kirchweihfest wird jeweils am Sonntag nach dem Fest Kreuzerhöhung (14. September) gefeiert.

Mit Urkunde des Erzbischöflichen Ordinariats Bamberg vom 17. November 1973 wurde die Filialkirchenstiftung Heilig Kreuz Oberrodach errichtet und als Stiftung des öffentlichen Rechts genehmigt. Ab da begann die eigenständige und selbstverantwortliche Finanzverwaltung der Filialkirche Heilig Kreuz.